Licht-Checkliste vor Immobilienfotos

Jürg Furter
28.08.2026
Licht-Checkliste vor Immobilienfotos

Ich kann viele Fotoprobleme schon vor dem Termin vermeiden: mit der richtigen Uhrzeit, offenen Fenstern, einheitlichen Lampen und einem letzten Testfoto. Bei Innenräumen passt oft 11:00 bis 15:00 Uhr, bei Aussenbildern häufig die Zeit vor oder kurz nach Sonnenuntergang. Schon ein kurzer Vorab-Check kann dunkle Ecken, weisse Fensterflächen und störende Spiegelungen deutlich senken.

Ich fasse den Kern so zusammen:

  • Ich plane nach Raumseite und Tageslicht.
  • Ich öffne Vorhänge, Rollos und Storen ganz.
  • Ich richte die Kamera nicht frontal auf sehr helle Fenster.
  • Ich entscheide pro Objekt klar: Lampen an oder aus.
  • Ich gleiche Leuchtmittel an und ersetze defekte Birnen.
  • Ich prüfe Spiegelungen auf Glas, Spiegeln und Küchenfronten.
  • Ich mache vor dem Start ein Smartphone-Testfoto.

Ein Punkt wird oft unterschätzt: Fenster und Licht bestimmen den ersten Eindruck viel stärker als Deko. In der Immobilienvermarktung entscheiden Bilder oft in wenigen Sekunden darüber, ob jemand weiterklickt oder eine Anfrage sendet. Wenn ich vor dem Termin 15 bis 30 Minuten für Licht und Kontrolle einplane, sinkt das Risiko für unnötige Fehler im Bild stark.

Mein Kurzfazit: Gute Immobilienfotos in Aarau und Baden beginnen nicht bei der Kamera, sondern beim Licht im Raum. Wer die Lichtlage vorher prüft, spart später Zeit und holt meist mehr aus der Liegenschaft heraus.

Licht-Checkliste für Immobilienfotos: 7 Schritte vor dem Termin

Licht-Checkliste für Immobilienfotos: 7 Schritte vor dem Termin

1. Den richtigen Zeitpunkt und das Tageslicht wählen

Innen- und Aussenaufnahmen nach Tageszeit planen

Für Innenaufnahmen passt meist die Zeit zwischen 11:00 und 15:00 Uhr am besten. Dann wirkt das Tageslicht oft ruhiger und gleichmässiger. Das macht es einfacher, Räume sauber und freundlich zu fotografieren.

Leicht bewölkter Himmel ist oft ein Glücksfall. Das Licht ist weicher und verteilt sich besser im Raum. Bei stark bewölktem Wetter oder Regen reicht das Tageslicht dagegen oft nicht aus. Dann braucht es in vielen Fällen zusätzliches Kunstlicht.

Für Aussenaufnahmen funktioniert die goldene Stunde vor Sonnenuntergang oft besonders gut. Fassaden, Gärten und Balkone wirken dann wärmer und angenehmer. Auch für Abendbilder gibt es ein gutes Zeitfenster: kurz nach Sonnenuntergang.

Raumausrichtung vor dem Termin prüfen

Vor dem Termin lohnt es sich, die Himmelsrichtung jedes Raums anzuschauen. Das spart später Zeit und hilft bei der Planung.

Ausrichtung Bester Zeitraum
Ost 09:00–11:00 Uhr
Süd Früher Morgen oder später Nachmittag
West 15:00–18:00 Uhr
Nord 10:00–14:00 Uhr

Danach hilft ein kurzer Vorbesuch. So sehen Sie direkt, ob die gewählte Zeit im Raum auch tatsächlich passt.

Am besten findet dieser Vorbesuch zur gleichen Tageszeit statt wie das geplante Shooting. So merken Sie sofort, ob Nachbargebäude, Balkone oder Bäume Schatten werfen. Wenn Sie das vorab wissen, können Sie die Reihenfolge der Aufnahmen viel besser festlegen.

Sind Zeitpunkt und Raumseite geklärt, geht es als Nächstes um Vorhänge, Storen und Lampen.

2. Vorhänge, Jalousien und Storen richtig öffnen

Sobald Zeitpunkt und Fensterseite klar sind, kommt der nächste Schritt: Fenster freimachen und das Licht sauber lenken.

Vorhänge, Rollos und Storen vollständig öffnen

Öffnen Sie alle Vorhänge, Rollos und Storen 15 bis 30 Minuten vor dem Termin ganz. In Schlafzimmern dürfen halbtransparente Gardinen geschlossen bleiben, wenn sie das Licht weich streuen. Wohnräume und Küchen sollten Sie dagegen komplett öffnen.

Saubere Fensterscheiben machen hier mehr aus, als viele denken. Schmutz, Wasserflecken oder Schlieren nehmen Licht weg und lassen Fotos dumpfer wirken. Reinigen Sie die Scheiben deshalb vor dem Termin. Bei Räumen mit Blick auf Garten oder Balkon gilt das für innen und aussen.

Bei tiefen Fensterlaibungen und aussen montierten Storen lohnt sich ein kurzer Check von innen und aussen. Halb geöffnete Storen erzeugen oft harte Streifenschatten auf Wänden und Böden. Auf Fotos springen solche Schatten sofort ins Auge und lenken unnötig ab.

Danach kommt es auf den Aufnahmewinkel an. Er entscheidet oft darüber, ob ein Raum hell und offen wirkt oder eben nicht.

Kamera nicht direkt auf helle Fenster richten

Zeigt die Kamera direkt auf ein stark belichtetes Fenster, wird der Innenraum auf dem Foto oft zu dunkel. Besonders heikel ist der direkte Blick auf sehr helle Fenster.

Die einfachste Lösung: Schieben Sie das Fenster leicht aus der Bildmitte. Wenn es eher im linken oder rechten Bilddrittel liegt statt genau zentral, lässt sich das Licht innen und draussen meist viel besser ausgleichen. Dafür können Sie kleine Möbel wie Stühle oder Beistelltische kurz verrücken.

Falls direktes Sonnenlicht trotzdem zu stark ist und einzelne Bereiche ausbrennen, helfen leicht angewinkelte Storenlamellen. Am besten nach oben geneigt, auf ca. 45°. So wird das Licht gebrochen, ohne den Raum unnötig zu verdunkeln.

Situation Empfehlung
Normales Tageslicht Storen und Vorhänge vollständig öffnen
Starke Sonneneinstrahlung, Gefahr von Überbelichtung Storenlamellen auf ca. 45° nach oben neigen
Privatsphäre nötig Halbtransparente Gardine geschlossen lassen
Kamera zeigt direkt auf ein helles Fenster Aufnahmewinkel anpassen, Fenster ins Bilddrittel rücken

3. Lampen und Leuchtmittel richtig einsetzen

Wenn Tageslicht und Fensterstellung passen, kommt als Nächstes das Kunstlicht dran.

Lampen an oder aus – eine klare Entscheidung treffen

Gehen Sie kurz vor dem Shooting Raum für Raum durch und prüfen Sie, ob Kunstlicht nötig ist.

Dann treffen Sie eine klare Entscheidung: Lampen an oder aus.

Lampen an: bei nordseitigen Zimmern, fensterlosen Bädern und bedecktem Himmel.
Lampen aus: wenn das Tageslicht den Raum schon gleichmässig ausleuchtet.

Worauf es ankommt? Auf Einheitlichkeit. Beleuchten Sie nicht einzelne Räume anders als den Rest. Sonst wirkt die Bildstrecke schnell uneinheitlich.

Leuchtmittel angleichen und defekte Lampen ersetzen

Mischen Sie keine Leuchtmittel mit stark unterschiedlicher Lichtfarbe oder Farbtemperatur. Sonst entstehen auf Wänden und Decken schnell Farbstiche. Das sieht man auf Fotos sofort.

Tauschen Sie zudem defekte oder auffällig abweichende Leuchtmittel früh genug aus. Dunkle Lücken in Deckenspots oder flackernde Wandleuchten wirken ungepflegt und springen direkt ins Auge.

Leuchtmitteltyp Farbtemperatur Einsatz
Warmweiss ca. 2'700–3'000 K Wohn-, Schlaf- und Esszimmer
Neutralweiss ca. 3'000–4'000 K Küche, Homeoffice
Kaltweiss / Tageslichtweiss ab ca. 4'000 K Nutzräume und Arbeitsbereiche

Im letzten Schritt folgen Reflexionen und Glanzflächen.

4. Abschlusskontrolle: Reflexionen, Blendung und Testfotos

Sobald Lichtquellen und Leuchtmittel gesetzt sind, kommt der letzte Check vor dem Shooting.

Reflexionen auf Glas, Spiegeln und glänzenden Küchenfronten reduzieren

Reflexionen wirken auf Fotos oft stärker als im echten Raum. Das fällt vor allem bei Spiegeln, Duschabtrennungen und glänzenden Küchenfronten auf. Dort spiegeln sich schnell Fenster, Lampen oder sogar der Fotograf.

Nehmen Sie glänzende Gegenstände von Ablagen und Flächen weg oder verschieben Sie sie leicht. Schon einzelne Metall- oder Glasobjekte können störende Lichtflecken erzeugen. Bilder mit Glasscheibe lassen sich oft schon durch ein leichtes Kippen des Rahmens entschärfen.

Danach lohnt sich ein letzter Blick in jeden Raum.

Raum für Raum kontrollieren, bevor der Fotograf beginnt

Stellen Sie sich kurz in den Türrahmen und betrachten Sie den Raum aus Sicht von Interessenten. So sehen Sie oft sofort, was später auf dem Foto stören wird. Achten Sie auf dunkle Ecken, harte Schatten hinter Möbeln und ausgefressene Fensterflächen.

Ein Test mit dem Smartphone zeigt schnell, wo noch etwas nicht passt. Machen Sie ein Testfoto und korrigieren Sie alles, was ausfrisst, zu dunkel bleibt oder spiegelt.

Fazit: Licht-Checkliste vor dem Fototermin

Zum Schluss braucht es vor dem ersten Bild nur einen kurzen Licht-Check. Legen Sie die Tageszeit fest, öffnen Sie die Beschattung ganz, schalten Sie die Lampen einheitlich, prüfen Sie die Leuchtmittel und schauen Sie nach Spiegelungen – und zwar konsequent in jedem Raum.

Gehen Sie einmal durch das ganze Objekt. Korrigieren Sie Schatten, Reflexionen und defekte Lampen. Danach machen Sie ein Testfoto mit dem Smartphone. Für Eigentümer im Aargau ist diese Vorbereitung Teil eines sauberen Verkaufsauftritts.

Wer im Aargau verkaufen möchte, findet bei Atanos AG Unterstützung bei Bewertung, Vermarktung und Abwicklung. So viel Tageslicht wie möglich, so wenig Blendung wie nötig.

FAQs

Was mache ich bei Regen oder stark bewölktem Himmel?

Wenn möglich, legen Sie den Fototermin auf einen Tag mit besserem Licht. Natürliches Licht lässt eine Immobilie oft offener und einladender wirken.

Geht das nicht, schalten Sie im Innenbereich alle verfügbaren Lampen ein und prüfen Sie, ob alle Leuchtmittel funktionieren. So wirkt der Raum heller und freundlicher.

Soll ich in jedem Raum die Lampen einschalten?

Ja, bei Immobilienfotos sollten Sie die Lampen in der Regel einschalten. Gute Lichtverhältnisse lassen Räume wärmer, offener und einladender wirken. Das verbessert den Gesamteindruck Ihrer Immobilie oft deutlich.

Wichtig ist dabei eine gleichmässige Ausleuchtung. Wenn das Licht im Raum ausgewogen wirkt, entsteht auf den Fotos eine angenehme Stimmung und Ihre Immobilie wird bestmöglich gezeigt.

Wie vermeide ich Spiegelungen auf Glas und Spiegeln?

Sprühen Sie Glasreiniger nie direkt auf Glas oder Spiegel. Geben Sie ihn stattdessen zuerst auf ein Tuch und wischen Sie die Fläche dann vorsichtig ab.

So vermeiden Sie Schlieren und halten Glas und Spiegel schön klar. Achten Sie auch auf die Position der Lichtquellen, damit direkte Spiegelungen im Bild möglichst klein bleiben.

Verwandte Blogbeiträge

Artikel teilen
Jürg Furter
Immobilienexperte, Atanos AG

Kontakt aufnehmen

Persönlich.  Diskret. Wirkungsvoll.

E-Mail

Schreiben Sie uns jederzeit.
info(at)atanos.ch

Telefon

Rufen Sie uns an direkt.
079 903 87 87

Büro

Atanos AG
Gehrenstrasse 19
5022 Rombach