Wohnungspreise im Aargau: Regionen im Vergleich

Jürg Furter
15.07.2026
Wohnungspreise im Aargau: Regionen im Vergleich

Kurz gesagt: Im Aargau zahlen Käufer in Aarau und Baden meist am meisten. Wer näher bei Zürich wohnt, liegt oft bei rund CHF 8'000 bis über CHF 10'000 pro m². Mit mehr Distanz sinken die Preise meist, dafür werden Pendelweg und Fahrkosten oft höher.

Ich sehe aus dem Vergleich vor allem diese Punkte:

  • Aarau und Baden liegen preislich klar vorne.
  • ÖV, Autobahn und Nähe zu Zürich drücken im Aargau stark auf das Preisniveau.
  • Familien finden im Mittelfeld oft den besten Mix aus Preis, Platz und Alltag.
  • Erstkäufer weichen oft in günstigere Regionen aus, müssen aber den Arbeitsweg mitrechnen.
  • Nicht nur der Kaufpreis zählt, sondern auch Steuern, Unterhalt und Pendelkosten.

Für Aarau und Baden ist das Bild klar: Beide Standorte sind teuer, aber aus guten Alltagsgründen gefragt. Aarau punktet als Bahnknoten mit Verbindungen nach Zürich, Basel und Bern. Baden liegt noch näher an Zürich und bleibt darum für Pendelnde oft noch stärker unter Druck. Das sieht man direkt an den Zahlen: In Aarau liegen Eigentumswohnungen im Schnitt bei rund CHF 8'233/m², in Baden und dem nahen Umfeld oft bei rund CHF 8'000/m² oder mehr. Bei den Mieten liegen typische 4.5-Zimmer-Wohnungen bei rund CHF 2'370 bis CHF 2'391 pro Monat.

Wer in Aarau oder Baden sucht, sollte darum nicht nur auf den Inseratepreis schauen. Wichtiger ist die ganze Monatsrechnung: Finanzierung, Gemeindesteuern, Nebenkosten, Rückstellungen und der Arbeitsweg.

Quick Comparison

Ort Kaufpreis Eigentumswohnung Typische Miete 4.5 Zimmer Für wen passt es oft? Haupttreiber
Aarau ca. CHF 8'233/m² ca. CHF 2'391/Monat Familien, Pendelnde, Haushalte mit gutem Budget Bahnknoten, A1, Stadtnähe
Baden ca. CHF 8'000/m² im Raum Baden–Brugg, teils mehr ca. CHF 2'370/Monat Zürich-Pendelnde, Doppelverdiener, Expats Nähe zu Zürich, S-Bahn, A1

Mein Fazit für diese Einordnung: Wenn du im Aargau auf kurze Wege und Stadtinfrastruktur setzt, landest du schnell bei Aarau oder Baden. Wenn du dagegen mehr Fläche pro Franken willst, musst du meist beim Pendeln Abstriche machen. Genau diese Spannung zieht sich durch den ganzen Markt.

1. Zentren im Aargau

Aarau und Baden/Wettingen geben im Aargau den Takt bei den Preisen vor. Brugg und Wohlen liegen spürbar darunter.

Kaufpreise

In Aarau kostet der Quadratmeter für Eigentumswohnungen im Schnitt rund CHF 8'233/m². Die Preisspanne reicht dabei von etwa CHF 5'049 bis CHF 14'215/m². In der Agglomeration Baden–Brugg liegt der Median bei rund CHF 8'000/m², Spitzenwerte gehen bis etwa CHF 11'100/m².

Brugg und Wohlen sind günstiger. Dort bewegen sich Eigentumswohnungen meist im Bereich von CHF 6'200 bis CHF 7'500/m². Für eine typische 4.5-Zimmer-Wohnung mit rund 115 m² sind in diesen Zentren rund CHF 900'000 bis CHF 950'000 fällig.

Mietniveau

Auch bei den Mieten liegen die Zentren hoch. In Aarau beträgt die mittlere Angebotsmiete für eine typische 4.5-Zimmer-Wohnung rund CHF 2'391 pro Monat. In Baden sind es rund CHF 2'370 pro Monat.

Erreichbarkeit

Aarau ist direkt mit Zürich, Basel und Bern verbunden und liegt an der A1. Baden/Wettingen ist über schnelle S-Bahn- und InterRegio-Verbindungen an Zürich HB angebunden und ebenfalls an die A1 angeschlossen.

Genau das macht diese Orte so gefragt: Wer zügig in die grossen Arbeitszentren kommt, zahlt meist auch mehr. Diese gute Anbindung hält das Preisniveau in Aarau und Baden/Wettingen über dem kantonalen Schnitt.

Eignung nach Zielgruppe

Für Doppelverdiener und Expats mit Arbeitsort in Zürich, Zug oder Basel sind Aarau und Baden/Wettingen oft eine starke Option. Die Pendelzeiten bleiben kurz, und die Infrastruktur passt zum Alltag.

Familien finden dort Schulen, Kinderbetreuung und kurze Wege. Der Haken ist klar: Dafür braucht es meist ein Budget über dem Durchschnitt.

Für Erstkäufer wird es in diesen Zentren schnell eng. Bei Preisen von rund CHF 8'000 bis CHF 8'200/m² ist die Finanzierung oft kein Selbstläufer. Brugg und Wohlen bieten tiefere Einstiegspreise, dafür sind die Pendelwege meist länger.

Im nächsten Abschnitt folgen die Agglomerationsgemeinden mit spürbar tieferen Preisen.

2. Agglomeration Baden/Wettingen und zürichnahe Gemeinden

Nach den Zentren zeigt sich in Baden/Wettingen und den zürichnahen Gemeinden fast das gleiche Bild, einfach etwas weniger ausgeprägt. Die Nähe zu Zürich bleibt der grösste Preistreiber. Im Vergleich mit den Zentren sind Baden/Wettingen und die zürichnahen Gemeinden zwar etwas tiefer eingepreist, aber noch immer teuer. Der Grund ist simpel: kurze Wege nach Zürich und ein knappes Angebot halten das Preisniveau hoch. Innerhalb des Aargaus liegt diese Region damit klar an der Spitze, auch wenn einzelne zentrale Mikrolagen nochmals darüber liegen.

Kaufpreise

Eigentumswohnungen in Wettingen liegen oft bei CHF 8'800–9'500/m², je nach Mikrolage und Zustand. In Spitzenlagen wie Ennetbaden sind sogar bis zu CHF 11'200/m² drin. Für eine moderne 4.5-Zimmer-Wohnung mit rund 115 m² ergibt das etwa CHF 1,0–1,3 Mio.

Bei Einfamilienhäusern liegt Wettingen bei rund CHF 1,5 Mio., Ennetbaden bei rund CHF 1,7 Mio. Würenlos und Killwangen-Spreitenbach sind etwas günstiger, bewegen sich aber immer noch klar im oberen Preisband. Innerhalb der Agglomeration macht vor allem die Distanz zum Bahnhof, zur A1 und zum Zentrum Baden einen spürbaren Unterschied.

Mietniveau

In Wettingen liegt die durchschnittliche Angebotsmiete bei rund CHF 26.60/m² pro Monat. Bei 100 m² sind das rund CHF 2'660 pro Monat exkl. Nebenkosten. Eine typische 4.5-Zimmer-Wohnung wird in dieser Region oft für CHF 2'000–2'500 pro Monat inseriert, je nach Lage und Standard.

Erreichbarkeit

Baden liegt bei unter 30 Minuten nach Zürich HB. Dazu kommen die A1 und die S-Bahn, die die Nachfrage zusätzlich stützen.

Eignung nach Zielgruppe

Für Zürich-Pendelnde ist die Region wegen der kurzen Reisezeit besonders gefragt. Familien und Expats zahlen diesen Aufpreis oft mit, wenn Lage und Alltag gut zusammenpassen. Wer mit weniger Budget sucht, schaut eher auf Randlagen der Agglomeration oder auf ältere Bestandeswohnungen.

3. Agglomeration Rheinfelden/Fricktal und baselnahe Gemeinden

Die Region Rheinfelden/Fricktal ist im Aargau ein grenznaher Markt mit hoher und stabiler Nachfrage. Der Hauptgrund ist klar: die Nähe zu Basel. Viele Haushalte weichen in diese Region aus, weil Wohneigentum hier oft günstiger ist als direkt in Basel. Dabei gilt fast schon eine einfache Regel: Je näher eine Gemeinde an Basel und ans Bahnnetz rückt, desto höher fällt das Preisniveau aus.

Kaufpreise

Bei Eigentumswohnungen liegt Rheinfelden derzeit bei rund CHF 7'787 bis CHF 8'125 pro m². Damit ist Rheinfelden der teuerste Standort im Fricktal. Kleinere Gemeinden liegen preislich tiefer, bieten dafür oft mehr Wohnfläche.

Für Vergleichswohnungen in Rheinfelden und Magden wurden Preise von rund CHF 875'000 bis CHF 1,05 Mio. ausgewiesen. Gleichzeitig sind die Preise für Eigentumswohnungen in der Region zuletzt um 6,1 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Man sieht den Zusammenhang ziemlich direkt: Der Preisaufschlag hängt hier stark an der Pendelzeit nach Basel.

Mietniveau

Bei den Mieten zeigt sich fast dasselbe Bild. Ältere oder sanierte Vierzimmerwohnungen kosten in Rheinfelden rund CHF 1'400 pro Monat, in Magden rund CHF 1'420.

Erreichbarkeit

Ein grosser Pluspunkt ist die Anbindung. Rheinfelden erreicht Basel SBB per Bahn in 12 bis 14 Minuten. Genau diese kurze Fahrzeit stützt die Nachfrage. Gemeinden ohne direkten Bahnanschluss sind meist günstiger, aber sie verlieren den Zeitvorteil, auf den viele Pendelnde viel Wert legen.

Eignung nach Zielgruppe

Rheinfelden/Fricktal passt vor allem zu Familien, Basel-Pendelnden und preisbewussten Erstkäufern. Familien finden hier oft grössere Grundrisse zu moderateren Preisen als in Basel. Wer im Raum Basel arbeitet, aber lieber etwas ruhiger wohnt, findet hier oft einen guten Mittelweg. Das gilt auch für Expats mit Arbeitsort Basel.

Wer dagegen ein stark urbanes Umfeld mit dichtem Stadtleben sucht, wird in Basel meist besser bedient.

Im nächsten Abschnitt geht es um die mittleren Regionen um Aarau, Lenzburg und Muri/Freiamt.

4. Mittlere Regionen um Aarau, Lenzburg und Muri/Freiamt

Nach den teuren Agglomerationen kommt hier das kantonale Mittelfeld ins Spiel. Aarau, Lenzburg und Muri/Freiamt liegen preislich klar über vielen ländlichen Gemeinden, bleiben aber spürbar unter den Agglomerationen nahe Zürich und Basel.

Kaufpreise

Im Raum Aarau liegt Wohneigentum im oberen Mittelfeld. Die grössten Preisunterschiede zeigen sich vor allem in Gemeinden mit guter Anbindung.

Lenzburg liegt mit rund CHF 8'721/m² ebenfalls im oberen Mittelfeld. Der Medianpreis für Wohnungen beträgt CHF 884'000. 80 % der Objekte werden dabei in einer Spanne von CHF 542'000 bis CHF 1,53 Mio. gehandelt.

Muri/Freiamt ist etwas günstiger. Wohnungen kosten hier zwischen CHF 7'077 und CHF 8'110/m². Dazu kommt eine Preisentwicklung von +3,18 % innert zwölf Monaten. Für Erstkäufer kann das ein guter Ausweg sein, wenn Aarau oder Lenzburg das Budget schon sprengen.

Mietniveau

In Aarau liegen die Nettomieten bei CHF 22–27/m² pro Monat. Bei 4-Zimmerwohnungen entspricht das rund CHF 2'100 bis CHF 2'300 pro Monat.

In Lenzburg und Muri/Freiamt liegen die Mieten meist tiefer, vor allem abseits der Bahnhöfe und im älteren Bestand.

Erreichbarkeit

Bei der Lage zeigt sich ein klares Bild:

  • Aarau ist ein regionaler Bahnknoten mit Direktverbindungen nach Zürich, Basel, Olten und Bern.
  • Lenzburg hat starke Zugverbindungen Richtung Zürich und Aarau und liegt nahe am A1-Anschluss.
  • Muri/Freiamt ist über Bus und S-Bahn an Zürich und Zug angebunden, allerdings mit längeren Reisezeiten.

Eignung nach Zielgruppe

Aarau und Lenzburg passen gut zu besser situierten Käufern und Pendelnden, die ein urbanes Umfeld wollen, aber nicht das Preisniveau einer Grossstadt zahlen möchten. Für viele ist genau das der Reiz: genug Angebot, gute Verbindungen und trotzdem noch etwas Luft nach oben beim Budget.

Familien finden in Umfeldgemeinden wie Gränichen oder Kölliken oft grössere Wohnungen für weniger als CHF 2'000 pro Monat. Muri/Freiamt bleibt der günstigere Einstieg, vor allem für Erstkäufer.

Danach folgen die ländlichen Gemeinden in Kulm, Zofingen/Wiggertal, Laufenburg und Brugg/Zurzibiet.

5. Ländliche Gemeinden in Kulm, Zofingen/Wiggertal, Laufenburg und Brugg/Zurzibiet

Nach dem Mittelfeld beginnt hier das tiefste Preisband im Kanton. Kulm, Zofingen/Wiggertal und Laufenburg gehören im Aargau zu den günstigsten Lagen – bei den Mieten genauso wie bei den Kaufpreisen.

Kaufpreise

Kulm und Laufenburg liegen am unteren Ende der Skala. Zofingen/Wiggertal schneidet wegen der besseren Erreichbarkeit etwas höher ab. Brugg/Zurzibiet liegt durch die Nähe zur Zürich-Achse nochmals etwas darüber. Am Ende läuft vieles auf einen simplen Punkt hinaus: Anbindung und Pendelzeit machen den Unterschied.

Im Raum Brugg sind Birr und Villnachern wegen ihrer ruhigen Lage und der guten Erreichbarkeit gefragt.

Mietniveau

Bei den Mieten zeigt sich fast dasselbe Bild wie beim Kauf. Die Musterwohnung mit 115 m² und 4,5 Zimmern kostet im Kanton Aargau im Schnitt rund CHF 1'950 pro Monat. Das sind etwa 15 % weniger als im Schweizer Mittel.

In ländlichen Gemeinden der Bezirke Kulm und Laufenburg liegt dieselbe Wohnung oft klar unter CHF 2'000 pro Monat. Der Unterschied ist spürbar: In Ennetbaden kostet diese Musterwohnung rund CHF 2'430, in Dürrenäsch dagegen nur etwa CHF 1'540 pro Monat.

Auch bei den Angebotsmieten wird die Lücke sichtbar. Wer unter CHF 180/m² pro Jahr sucht, findet solche Werte heute vor allem noch in den Bezirken Zofingen, Kulm und Laufenburg. Gleichzeitig ist ihr Anteil an allen Aargauer Gemeinden innert eines Jahres von 22 % auf 11 % gesunken.

Erreichbarkeit

Die Preisspanne folgt vor allem der Anbindung. Gemeinden mit S-Bahn- oder Autobahnanschluss – zum Beispiel Birr im Raum Brugg – bleiben auch in ländlicher Lage gefragt. Orte ohne Bahnhof sind meist günstiger, dafür fürs Pendeln weniger angenehm.

Richtung Osten, an der Kantonsgrenze zu Zürich, liegen die Mietpreise im Schnitt schon über CHF 200/m² pro Jahr.

Eignung nach Zielgruppe

Diese Regionen passen gut zu Haushalten, die beim Preis genau hinschauen und dafür mehr Fläche wollen. Dazu gehören vor allem:

  • Familien mit Auto
  • Erstkäufer
  • Haushalte, die mehr Wohnraum zum tieferen Preis suchen

Wer jeden Tag nach Zürich pendelt, sollte die Rechnung etwas breiter machen. Nicht nur der Miet- oder Kaufpreis zählt, sondern auch Fahrzeit, Pendelkosten und der ÖV-Anschluss. Für viele ist genau das der Knackpunkt: günstiger wohnen, dafür länger unterwegs sein.

Die grössten Preisunterschiede in dieser Gruppe entstehen vor allem durch Anbindung, Pendelzeit und Angebotsknappheit.

Was die Preise antreibt – und welche Region zu wem passt

Der grösste Preistreiber im Aargau ist die Nähe zu Zürich und Basel. Der Kanton ist zwar günstiger als die grossen Zentren. Aber innerhalb des Kantons gehen die Preise stark auseinander.

Besonders viel zählt die Erreichbarkeit. Ein S-Bahn-Halt und ein guter Anschluss an die A1 oder A3 pushen das Preisniveau spürbar. Das sieht man vor allem in den gut angebundenen Regionen rund um Aarau, Baden/Wettingen und Rheinfelden/Fricktal.

Auch die Steuern spielen mit hinein. 2026 liegt der kantonale Gesamtsteuerfuss bei 159 %. Auf Gemeindeebene reicht die Spanne von 48 % bis 127 %. Gemeinden mit tiefen Steuern haben oft höhere Kaufpreise. Das ist kein Zufall: Viele Käufer nehmen höhere Wohnkosten in Kauf, wenn dafür die laufende Steuerbelastung tiefer ausfällt.

Faktor Einfluss auf den Preis Regionen mit stärkstem Effekt
Nähe Zürich/Basel treibt stark Baden/Wettingen, Fricktal, Rheinfelden
Bahn- und Autobahnanbindung treibt moderat bis stark Aarau, Lenzburg, Brugg, Birr
Gemeindesteuerfuss treibt moderat (tiefe Steuern = höhere Preise) Oberwil-Lieli, Kaiseraugst, Mellikon, Ammerswil
Wohnungsangebot (Knappheit) treibt stark bei Knappheit Baden, Aarau, Wettingen

Darum unterscheiden sich die Regionen so deutlich, obwohl sie im selben Kanton liegen.

Für Familien sind mittlere Regionen wie Lenzburg, Muri oder das Freiamt oft ein guter Mittelweg. Dort treffen Schulangebot, Platz und Pendelzeit häufig recht gut zusammen.

Expats und Berufspendler mit Arbeitsort in Zürich oder Basel fahren meist am besten mit Gemeinden direkt an der S-Bahn-Linie. Der Alltag wird damit oft viel einfacher: weniger Umsteigen, besser planbare Wege, weniger Zeitverlust.

Für Erstkäufer sind ländlichere Lagen wie Brugg/Zurzibiet oder Zofingen/Wiggertal oft eher machbar. Dort liegen 4-Zimmer-Wohnungen im Bereich von CHF 450'000 bis 587'000. Der Haken liegt auf der Hand: Wer dort kauft, sollte Pendelkosten und Fahrzeit von Anfang an sauber mitrechnen.

Die nächste Frage lautet also nicht nur, wo es teuer oder günstig ist, sondern was die einzelnen Regionstypen im Alltag konkret mitbringen.

Vor- und Nachteile nach Regionstyp

Wohnungspreise im Aargau: Regionen im Vergleich 2024

Wohnungspreise im Aargau: Regionen im Vergleich 2024

Die Übersicht zeigt je Regionstyp die wichtigsten Plus- und Minuspunkte. So lassen sich die Preisunterschiede im Aargau auf einen Blick einordnen.

Regionstyp Vorteile Nachteile Geeignet für Preisniveau
Toplagen (Aarau, Baden/Wettingen, zürichnahe Gemeinden) Sehr gute Infrastruktur und ÖV-Anbindung, gute Wiederverkaufbarkeit Höchste Preise pro m², starker Konkurrenzdruck Pendler, Doppelverdiener, Fachkräfte hoch bis sehr hoch
Rheinfelden/Fricktal und baselnahe Gemeinden Gute Anbindung an Basel, günstigere Einstiegspreise als auf der Zürich-Seite Längere Wege in den Ostaargau, starke Abhängigkeit vom Basler Arbeitsmarkt Haushalte mit Bezug zu Basel, Grenzgänger mittel bis hoch
Mittlere Regionen (Lenzburg, Muri, Freiamt) Ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis, solide Bahnverbindungen Nicht direkt an Zürich oder Basel angebunden, steigende Preise durch Nachfragedruck Familien, Käufer mit mittlerem Budget mittel
Ländliche Gemeinden (Kulm, Zofingen/Wiggertal, Laufenburg, Brugg/Zurzibiet) Günstigste Einstiegspreise, mehr Wohnfläche, ruhige Lage Längere Pendelzeiten, höhere Autoabhängigkeit Erstkäufer, Familien, Haushalte mit viel Homeoffice tief bis mittel

Man sieht schnell: Nicht jede Region passt zu jedem Alltag. Wer nahe an Zentren wohnen will und kurze Wege schätzt, zahlt meist mehr. Wer dafür mehr Fläche oder einen tieferen Einstiegspreis sucht, findet diese oft eher in ländlichen Gemeinden.

In gut angebundenen Lagen und in Zentren ist ein späterer Verkauf oft einfacher. Der Grund ist simpel: Der Kreis möglicher Käufer bleibt dort meist grösser. Atanos AG bietet dazu neutrale Käuferberatung mit Fokus auf Markt, Finanzierung und Entscheidungsunterstützung im Aargau.

Fazit

Im Aargau gibt es für fast jedes Budget eine passende Region. Entscheidend ist aber nicht nur der Kaufpreis, sondern die gesamte Belastung.

Daraus ergeben sich im Kern drei Käuferprofile: Zürich-nahe Agglomerationen passen vor allem zu Käufern mit hohem Budget. Wer nach Basel pendelt, fährt im Fricktal oft besser, wenn Preis und Lage zusammen stimmen. Für Familien und Erstkäufer sind mittelpreisige Regionen wie Lenzburg, Muri/Freiamt und Zofingen/Wiggertal in vielen Fällen die beste Wahl.

Wer viel im Homeoffice arbeitet oder mehr Wohnfläche und Natur höher gewichtet, findet in ländlichen Gemeinden die tiefsten Einstiegspreise. Der Haken liegt auf der Hand: längere Wege und eine etwas schwächere Infrastruktur gehören meist dazu.

Egal in welcher Region gekauft wird: Gemeindesteuern, Pendelkosten, ÖV-Anbindung und Unterhalt prägen die effektiven Wohnkosten oft stärker als der Kaufpreis allein.

Für die genaue Einordnung eines Objekts lohnt sich der nächste Schritt: Wer vor dem Kauf eine regionale Einschätzung braucht, kann bei Atanos AG einen Käufer-Check für CHF 990 buchen.

FAQs

Welche Region passt zu meinem Budget?

Die passende Region hängt vor allem von zwei Dingen ab: Ihrem Budget und Ihren Lebensbedürfnissen. Denn die Wohnungspreise im Aargau unterscheiden sich je nach Region und sogar je nach Mikrolage teils stark. Genau deshalb lohnt es sich, Ihre Suchkriterien mit den aktuellen Marktgegebenheiten abzugleichen.

Eine neutrale Käuferberatung kann dabei viel Klarheit schaffen. Sie hilft Ihnen einzuschätzen, ob ein Objekt zu Ihrer Budgetvorstellung passt – mit einer objektiven Einschätzung, Marktvergleichen und Unterstützung bei der Finanzierung.

Was kostet Pendeln wirklich?

Die Kosten fürs Pendeln gehen über Billette, Benzin oder Parkgebühren hinaus. Oft wird ein Punkt unterschätzt: Zeit. Wer jeden Tag lange unterwegs ist, zahlt nicht nur mit Geld, sondern auch mit Stunden, die später für Familie, Erholung oder anderes fehlen.

Dazu kommt die Lebensqualität. Ein kurzer Arbeitsweg kann den Alltag spürbar entlasten. Ein langer dagegen zehrt oft an den Kräften – Tag für Tag. Genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die gesamte Belastung und nicht nur auf die reinen Fahrtkosten.

Eine saubere Kostenanalyse hilft dabei, die finanzielle Seite nüchtern einzuordnen. Atanos AG unterstützt Sie dabei mit neutraler Käuferberatung zu Marktpreisen und Finanzierungsoptionen.

Sind tiefe Steuern höhere Kaufpreise wert?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Tiefere Steuern können die laufenden Wohnkosten senken. Der Wert einer Liegenschaft hängt aber von mehr ab als nur vom Steuerfuss.

Eine Rolle spielen auch die Lebensphase, die Lage, der bauliche Zustand und die wirtschaftliche Entwicklung. Anders gesagt: Eine Wohnung oder ein Haus ist kein Produkt mit fixem Preisschild. Viele Faktoren greifen ineinander.

Dazu kommt, dass heute Nebenkosten und künftiger Sanierungsbedarf stärker ins Gewicht fallen. Auch ein schlechter GEAK-Ausweis kann zu Preisabschlägen führen. Entscheidend ist deshalb der Blick aufs Ganze.

Verwandte Blogbeiträge

Artikel teilen
Jürg Furter
Immobilienexperte, Atanos AG

Kontakt aufnehmen

Persönlich.  Diskret. Wirkungsvoll.

E-Mail

Schreiben Sie uns jederzeit.
info(at)atanos.ch

Telefon

Rufen Sie uns an direkt.
079 903 87 87

Büro

Atanos AG
Gehrenstrasse 19
5022 Rombach